Ich hatte die Ehre, bei der diesjährigen Veranstaltung mit zwei führenden Persönlichkeiten – Amy Jones Snider, Director of Data and Analytics bei Skanska, und Dr. Tessa Lau, CEO von Dusty Robotics – zusammenzukommen, um über die Menschen, Produkte und grundlegenden Investitionen zu sprechen, die erforderlich sind, um die KI-Transformation im Bauwesen voranzutreiben. Unsere Sitzung konzentrierte sich darauf, wie künstliche Intelligenz (KI) das Bauwesen weltweit revolutioniert, und untersuchte praktische Anwendungen und Überlegungen, um Unternehmen so zu positionieren, dass sie von der Umstellung auf KI-Plattformen profitieren können.
Wir begannen das Gespräch mit der Feststellung, dass die Daten in der Bauindustrie zwar bedeutend, aber noch nicht ausreichend genutzt werden. Amy Jones Snider von Skanska hob eine erschreckende Statistik hervor: 96% der Baudaten werden nicht genutzt, wobei 90% unstrukturiert sind (Quelle: FMI). Skanska geht dieses Problem mit einem agilen Rahmenkonzept an und priorisiert Technologien, die eine schnelle Wertschöpfung und eine breite Wirkung ermöglichen. Dieses Rahmenwerk hilft dem Unternehmen, sich schnell an technologische Fortschritte und geschäftliche Anforderungen anzupassen.
Im Bereich der KI gibt es einige Arten, die im Bauwesen allmählich alltäglich werden: maschinelles Lernen, Robotik, Computer Vision, natürliche Sprachverarbeitung und generative KI. Wir sehen bereits konkrete Beispiele dafür in der Branche. Für all diese Technologien, die unserer Branche in rasantem Tempo zur Verfügung stehen werden, sind Daten der wichtigste strategische Faktor für den erfolgreichen Einsatz von KI. Genaue Projektinformationen, die vor Ort und im Büro gesammelt werden, sind die Grundlage für die Vorteile der KI.
Dr. Tessa Lau, die über umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen KI und Robotik verfügt, betonte das Potenzial dieser Technologien, das Bauwesen zu revolutionieren. Seit der Gründung von Dusty Robotics im Jahr 2018 konzentriert sie sich darauf, KI zur Unterstützung und Verbesserung menschlicher Fähigkeiten einzusetzen. Dusty Robotics beispielsweise nutzt KI und maschinelles Lernen, um Layoutprozesse auf Baustellen zu automatisieren, wodurch manuelle Fehler deutlich reduziert und die Effizienz gesteigert werden.
Sowohl Amy als auch Tessa betonten, wie wichtig es ist, bei der Einführung neuer Technologien den menschlichen Faktor zu berücksichtigen. Technologischer Wandel ist unkompliziert; der Wandel der Menschen stellt für Unternehmen die eigentliche Herausforderung dar. Etablierte Prozesse weiterentwickeln, Ihre Daten für KI vorbereiten und Teams von den Vorteilen neuer Technologien überzeugen – all dies erfordert die Umsetzung eines kontinuierlichen datengesteuerten Veränderungsprozesses. Amy erklärte, dass Skanska schon früh erkannt habe, wie wichtig es sei, die Mitarbeiter für den Wert von Daten und Technologie zu sensibilisieren und zu schulen. Tessa schloss sich dieser Meinung an und betonte, dass Technologie die menschlichen Fähigkeiten erweitern und den Arbeitnehmern die Werkzeuge an die Hand geben sollte, um ihre Arbeit effizienter und effektiver zu erledigen:
„Meine ganze Philosophie dreht sich darum, Menschen Superkräfte zu verleihen … Technologie ist bestenfalls ein Mittel, um alle Menschen vor Ort, im Büro und im Bauwagen zu Höchstleistungen anzuspornen, damit sie ihre Arbeit optimal erledigen können.“
Durch die Nutzung von KI und den dafür erforderlichen Menschen, Produkten und Prozessen setzen Unternehmen wie Skanska und Dusty Robotics neue Maßstäbe für Effizienz und Innovation. Die Reise umfasst jedoch nicht nur technologische Fortschritte, sondern auch eine strategische Fokussierung auf Daten und die Verpflichtung, die Belegschaft einzubeziehen und weiterzubilden. Da sich die Baubranche ständig weiterentwickelt, wird die Integration von KI und Robotik zweifellos vorausschauende Erfahrungen und Echtzeit-Einblicke in diesen Bereich bringen.
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