41% unserer qualifizierten Arbeitskräfte werden bis 2031 in den Ruhestand treten. Wer wird unsere Welt von morgen gestalten?

Diese Frage stand im Mittelpunkt meiner Keynote auf dem regionalen Baukongress der ABC (Associated Builders & Contractors) letzte Woche in Hanover, Maryland, wo ich mich mit der Rolle von Technologie und Kultur bei der Lösung des Fachkräftemangels befasste.

Die Herausforderung: Eine schrumpfende Belegschaft trifft auf eine sich wandelnde Branche

Jedes Jahr benötigen wir Hunderttausende neuer Arbeitskräfte, nur um mit der Nachfrage Schritt zu halten, doch die Gewinnung von Talenten bleibt eine Herausforderung.

Warum?

  • Hartnäckige Missverständnisse

    – Viele sehen das Bauwesen immer noch als traditionelle, arbeitsintensive Branche, obwohl es durch Innovationen immer schneller verändert wird.

  • Eine Kluft zwischen den Generationen

    – Mit vier Generationen in der Belegschaft müssen Unternehmen unterschiedliche Kommunikationsstile und Arbeitspräferenzen berücksichtigen.

  • Stigma „Hochschule vs. Berufsausbildung“

    – Viele glauben immer noch, dass ein vierjähriger Hochschulabschluss der einzige Weg zum Erfolg ist, und übersehen dabei das bezahlte Bildungsmodell, das Lehrlingsausbildungen und berufsbegleitende Fortbildungen bieten.

Four professionals smiling at a conference booth with promotional banners.

Die Chance: Technologie als Katalysator für Veränderungen

Diese Herausforderungen sind zwar real, bieten aber auch eine Chance für Veränderungen. Die Podiumsdiskussion „Tech Adoption: How We Grew Through Tech ” (Technologieeinführung: Wie wir durch Technologie gewachsen sind) bot zukunftsorientierten Führungskräften eine Plattform, um ihre praktischen Erfahrungen mit der Einführung und Nutzung von Technologie zur Förderung ihres Unternehmens und zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter auszutauschen.

Was mich am meisten beeindruckte, waren nicht nur die Erfolgsgeschichten selbst, sondern die Neugierde im Raum. Die Fragen der Teilnehmer waren nicht dieselben wie vor zehn Jahren. Sie waren differenzierter und spiegelten eine Branche wider, die bereit für Veränderungen war. Unternehmen sind bestrebt, Technologien zu nutzen und ihre Kultur zu verändern, nicht nur um effizienter zu werden, sondern auch um einen größeren Einfluss auf das Geschäft und die Menschen zu erzielen. Aber sie brauchen noch pragmatische Ratschläge, wo und wie sie anfangen sollen.

In meiner Keynote habe ich Einblicke aus dem kommenden Bericht „Future State of Construction” von Procore gegeben und betont, dass es bei Technologie nicht nur um Produktivität geht, sondern auch um berufliche Langlebigkeit, Erfüllung und darum, das Bauwesen zu einer attraktiven Berufswahl zu machen. KI, AR, Robotik und Automatisierung sind keine futuristischen Konzepte mehr – sie verbessern bereits jetzt die Sicherheit, die Zusammenarbeit und die Projektergebnisse. Neue Technologien verbessern Projekte und die kollektive Fähigkeit, Talente zu gewinnen und zu halten. Sie schaffen neue Karrierewege, die junge Talente anziehen und erfahrenen Fachkräften ermöglichen, ein bleibendes Vermächtnis zu hinterlassen.

Jenseits der Technologie: Die Kraft der Kultur

Technologie allein wird den Arbeitskräftemangel nicht lösen –die Kultur spielt eine wichtige Rolle.

Einer der beeindruckendsten Momente des Gipfels waren meine Gespräche mit Leuten aus der Branche. Ein ABC-Mitglied berichtete, dass sein Unternehmen die Generationskluft überbrückt, indem es erfahrene Projektmanager aus dem Ruhestand zurückholt, um jüngere Generationen im Projektmanagement zu betreuen, damit wichtige Fähigkeiten erhalten bleiben und historisches Wissen an neue Projektmanager weitergegeben wird. Diese Art des bewussten Wissenstransfers und der Mentorschaft ist entscheidend für den Erhalt von Branchenexpertise und den zukünftigen Erfolg. Technologie kann uns zwar dabei helfen, dieses Wissen zu erfassen und zu skalieren, aber alles beginnt damit, Menschen miteinander zu verbinden.

Ich habe auch mit Frauen in der Baubranche gesprochen, die andere bei ihrem Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt betreuen. Erfahrene Fachleute sind bereit, ihr Wissen an ambitionierte Neueinsteiger weiterzugeben, um Barrieren abzubauen und zu zeigen, dass die Baubranche ein Ort für Frauen ist. Eine Karriere im Bauwesen ist mehr als nur ein Job. Sie bietet die Möglichkeit, zu lernen, sich weiterzuentwickeln und einen bleibenden Beitrag für unsere Gemeinden zu leisten.

ABC Regional Kassy Speaking

Was kommt als Nächstes?

Der ABC Regional Construction Summit bekräftigte eine grundlegende Wahrheit: Wir müssen die Zukunft unserer Arbeitskräfte proaktiv gestalten.

Nutzen Sie Technologie – Sie ersetzt keine Arbeitskräfte, sondern ist ein Werkzeug, das sie unterstützt.Fördern Sie eine starke Kultur – Schulungen und Mentoring sind wichtig.Setzen Sie sich für Berufe im Bauwesen ein – Wir müssen das Bild davon, was es bedeutet, zu bauen, und wie ein Bauarbeiter aussieht, verändern.

Nehmen Sie an unserem zum Thema „Future State of Construction Report”am 9. April 2025 (10:00 Uhr PDT / 13:00 Uhr EDT) teil, in dem wir uns eingehender damit befassen, wie Technologie die Zukunft unserer Belegschaft mitgestaltet.

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